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genussMOMENTE
Die
Brotkulturen
unserer Welt
Wenn Baguette, Injera und Lavash Geschichten erzählen
aum ein Lebensmittel ist weltweit so verbreitet und ein riesiger Pfannkuchen, ist aber ein luftiges Sauerteigbrot
dabei so vielfältig wie Brot. Der Duft, die Beschaffen- mit schwammiger Struktur und leicht säuerlichem Ge-
K heit und der unvergleichliche Geschmack von schmack. Hergestellt aus Teffmehl, einem der ältesten
frisch gebackenem Brot wecken Erinnerungen und das kultivierten Getreide der Welt, wird Injera traditionell in gro-
Gefühl von zu Hause. Ob knusprig, weich, gefüllt, gefaltet ßen Pfannen gebacken und dient nicht nur als Beilage,
oder flach: Fast jede Kultur hat ihre eigene Brotspezia- sondern auch als Teller und Besteck zugleich. Gemüse,
lität, oft über Generationen hinweg überliefert und eng mit Linsen und Fleischgerichte werden direkt darauf ange-
dem jeweiligen Alltag und Lebensgefühl verbunden. Wäh- richtet und das Ganze mit den Händen aufgenommen. So
rend in Europa Brote traditionell aus Sauerteig und Hefe wird jede Mahlzeit zu einem geselligen Gemeinschafts-
entstehen, sind es in anderen Teilen der Welt oft einfache erlebnis und das Brot zum Mittelpunkt des Essens.
Mischungen aus Wasser und Mehl, die dennoch ganze Ganz anders, aber ebenso bedeutsam: das Lavash. Das
Geschichten erzählen. Wer in ferne Länder reist, kann hauchdünne Fladenbrot stammt ursprünglich aus Arme-
vieles entdecken – aber der Geschmack eines frischen, nien und wird heute in vielen Ländern des Nahen Ostens
landestypischen Brots erzählt oft mehr über eine Kultur als gebacken. Traditionell über offenem Feuer auf heißen
jede Postkarte. Steinplatten zubereitet, lässt es sich zusammenrollen,
Ein Klassiker mit Symbolkraft ist das französische Baguette: füllen oder in mundgerechte Stücke zupfen. Lavash wird in
goldbraun gebacken, außen knusprig, innen luftig – und Familien oft gemeinsam zubereitet, ein soziales Ritual mit
dabei so viel mehr als nur eine Beilage. In Frankreich ge- tiefer Bedeutung, das von der UNESCO ebenfalls als Kul-
hört es zum Frühstück genauso wie zum Aperitif. Kein turerbe anerkannt wurde.
Picknick ohne Baguette, kein Marktbesuch ohne das knis- In Deutschland wiederum steht das Brot für Vielfalt: Von
ternde Papier, in das es frisch vom Bäcker eingewickelt Roggen- über Dinkel- bis hin zu Mehrkornvarianten reicht
wird. Seit 2022 ist das Baguette sogar Teil des immate- das Angebot. Kein Wunder, dass die deutsche Brotkultur Elegant und stilvoll,
riellen Weltkulturerbes der UNESCO, als Ausdruck franzö- mit über 3.000 Sorten als eine der vielfältigsten weltweit
sischer Esskultur. gilt. Regional unterschiedlich geprägt, verbindet sie Hand- Einbaugeräte in Pearlbeige.
Weit weniger bekannt ist Injera, das Nationalbrot Äthio- werk, Qualität und Tradition, von Brezen über Pumperni-
piens und Eritreas. Es sieht auf den ersten Blick aus wie ckel bis hin zu knusprigem Bauernbrot. ■ Einmal Miele, immer Miele. miele.de
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